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Phlebektomie (Häkchenmethode)

Als Folge der Erkrankung der Vena saphena magna (grosse Rosenvene) oder Vena saphena parva (kleine Rosenvene) kommt es auch zur Erkrankung der Seitenäste dieser Venen. Diese sind dann meist als geschlängelt verlaufende Venenstränge an Unter- und Oberschenkel zu sehen oder zu tasten und bestimmen die Ausprägung des Krankheitsbildes. Die erkrankten Seitenäste der erkrankten Stammvenen sind die Krampfadern, nicht die erkrankten Stammvenen selbst. Diese Krampfadern (das Wort Krampf kommt von krumm) sind häufig der Grund, warum Patienten den Arzt aufsuchen.

Auch nach korrekt durchgeführten Operationen können wieder neue Krampfadern auftreten. Man nennt diese Äste Rezidive.

Sowohl die Seitenäste als auch die Rezidivseitenäste werden durch die Phlebektomie beseitigt. Man nennt dieses Verfahren auch Häkchenmethode.

In der Regel erfolgt die Phlebektomie als 2. Schritt nach der Operation der erkrankten Stammvenen, aber in der gleichen Sitzung.

Durchführung

Dieser Eingriff wird in aller Regel ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt, in der Regel direkt im Anschluss an die endovenöse Therapie.

Kleine Stichinzisionen von 1-2mm Länge werden über den angezeichneten Venen gesetzt. Mit einem speziellen Häkchen können dann die darunter liegenden Venen Stück für Stück herausgezogen werden.

Die Länge der Phlebektomie kann dabei stark variieren und reicht von 10 cm bis zu 200 cm, falls beide Beine betroffen sind. Je sorgfältiger die Seitenäste entfernt werden, desdo geringer das Risiko von Rezidiven.

Häckchenmethode - Phlebektomie