Gesunde Beine sind  eine wichtige Voraussetzung für die Bewältigung unseres Alltags, vor allem in einer älter werdenden Gesellschaft. Krampfadern sind daher nicht nur ästhetisch störend, sie sind auch ein medizinisches Problem. Der aufrechte Gang hat dazu geführt, dass das Venensystem der Beine zu sehr belastet wird, die Venenklappen schliessen nicht mehr ausreichend, was dann durch den Druck zu den bekannten, hässlichen Venenerweiterungen (Varizen) führt.


Die Varikosis wird also nicht erworben sondern ist angeboren. Rückstau des Blutes führt nicht nur zu Varizen, sondern auch zur Störung des Sauerstoffaustauschs in Haut und Unterhautgewebe, was Entzündungsvorgänge auslöst. Dies führt zu Schwellungen der Unterschenkel, Hautveränderungen, Juckreiz, Pigmenteinlagerung, Verhärtungen (Sklerose) und schlimmstenfalls zu offenen Beinen. Einmal aufgetretene Hautveränderungen sind häufig nicht mehr rückgängig zu machen. Umso wichtiger ist es, die Symptome zu erkennen und Massnahmen zu ergreifen. Mithilfe der Duplexsonographie (Ultraschall) kann die Krankheit einfach und sicher diagnostiziert werden.

Während früher die Kompressionstherapie als Goldstandard galt, werden jetzt frühzeitig minimalinvasive operative Bahandlungen empfohlen, die ohne grossen Arbeitsausfall und damit kostengünstig durchgeführt werden können.

Dazu gehören die endovenösen Therapien wie Laser oder Radiofrequenz und die Schaumsklerotherapien. Diese Verfahren können ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Wochenlanges Tragen von Kompressionsstrümpfen im Anschluss an die Behandlung ist nicht mehr notwendig. Deshalb werden diese Verfahren auch ganzjährig durchgeführt.

Vielen Menschen kann so das jahrelange Tragen von Kompressionsstrümpfen mit all seinen unangenehmen Nebenwirkungen erspart werden. Insbesondere ältere oder durch Arthrose behinderte Menschen sind häufig dazu auch gar nicht mehr in der Lage.