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Kommentar zu Artikel aus NZZ am Sonntag, 19.05.2019

„Mehr Rückfälle nach Lasertherapie“ in Rubrik „Mensch & Medizin“ Seite 55, von Gerlinde Felix

Dieser Artikel wird viele betroffene Leser irritieren. Er ist pauschal und reisserisch geschrieben und entbehrt der Objektivität. Der Artikel behandelt die Problematik der „Rezidive“ (also der wiederkehrenden Krampfadern nach einem therapeutischen Eingriff) zu undifferenziert, in Teilen sachlich falsch und erzeugt so eine Bevorzugung der klassischen Operation, die nicht gerechtfertigt ist.

Seit mehr als 19 Jahren behandle ich (Chirurgin) die Varikosis sowohl  endovenös (Laser, Radiofrequenz, Closure Fast) als auch chirurgisch (Crossektomie und Stripping). Einen Unterschied im Ergebnis habe ich nicht gesehen, sehr wohl aber einen Vorteil beim Heilungsprozess und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nämlich zugunsten der endovenösen Therapie.

Seit in der Schweiz 2016 die endovenösen Therapien in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen wurden, sehe ich kaum noch eine Indikation für eine chirurgische Therapie.

Chirurgen brauchen Fallzahlen und müssen ihre Klinikbetten füllen. Auch das kann die Objektivität beeinflussen.

Seite_55_NZZ_am_Sonntag_2019-05-19.pdf

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